Reproduktion Klinkerplatten

Das Gebäude Rittergasse 4 wurde 1887 von Kantonsbaumeister Heinrich Reese als Realschule erstellt. Es gehört zum Inventar der schützenswerten Bauten. Das Haus hat im Verlauf der letzten Jahrzehnte unterschiedlichen Nutzern gedient und wurde im Zuge der Sanierung wieder zu einer Schule zurückgebaut.

Die weissen, 8-eckigen Originalklinkerplatten stammen von der Firma Villeroy Boch und wurden Ende 1800 in kleinen Mengen produziert. Damit der Klinker mit schmalen Fugen verlegt werden kann, müssen die Platten scharfkantig – wie die Originale – produziert werden. 

Nachfertigung

Die Bodenplatten wurden – genau wie damals um 1900 – halbtrocken gepresst. Griesartiger, ungebrannter Ton wurde in eine Form gefüllt und mittels hydraulischer Pressen zu Platten geformt. Der Brand des Klinkers erfolgte nach dem Trocknen in Kammeröfen. Durch die Handarbeit entstandenen Unterschiede gelten als Qualitätsmerkmale und sind gewollt, um sich dem herkömmlichen Boden anzugleichen. Das Verfahren ist zeitintensiv, aber die entstandenen Platten sind bezüglich ihrer Schönheit und der physikalischen Eigenschaften kaum zu übertreffen. 

Zahlen und Fakten

Bauherr
Bau- und Verkehrsdepartement 
Basel-Stadt, Hochbauamt

Architekten
BRH-Architekten AG, Basel

Plattenleger
Hänni AG, Geroldswil

Realisierung
2020

Projektblatt

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